Verein Lauftreff.ch: Die Laufsportseite der Region Basel

   

04.01.2012 Laufband Weltrekord

Siehe und staune! [3'775 KB]

10.05.2011 Reborn to run!

Hakim ist wieder unterwegs (s. Genf-Basel weiter unten)

Ich kann mich sehr gut an die Zeit erinnern, als ich im Sommer 1997 mit einer schweren Niereninsuffizienz dialysepflichtig wurde. Von da an zwang mir die Dialyse ihren Rhythmus auf und schränkte mein Leben stark ein.
Meine Kräfte nahmen immer mehr ab und meine Angst darüber wohin mich das Ganze führt, nahm immer mehr zu.
Ich erlebte diese Zeit wie in einem dunklen Tunnel, in dem ich versuchte ein Licht zu finden, dass mir den Weg erleuchtet und mich nach draussen führt.
Ich hatte das Gefühl, ich muss mich bewegen und meine Einstellung zur Krankheit verändern.
Bewegung mit Harmonie! Tanzen gehen! Ein Salsa-Kurs!
Je mehr ich getanzt habe, desto glücklicher bin ich geworden.
Die Bewegung tat mir so gut, dass ich noch mehr wollte. So kam ich auf das Joggen.
Bei meinem ersten Versuch musste ich nach nur 100 Meter mit Atemnot und Seitenstechen aufhören. Aber schon am nächsten Tag schaffte ich schon 150 Meter.
Somit steigerte ich langsam mein Pensum, so dass ich nach einem Monat 1 km bewältigte.
Je länger und weiter ich lief, umso mehr konnte ich es geniessen und abschalten. Ich fühlte mich frei und erhielt mehr Energie. Ich wünschte mir, dass andere kranke Menschen, diese Empfindungen mit mir teilen können.
Ich nahm an verschiedenen Läufen teil, vom 10 km-Lauf bis zum Marathon.
Am 27. Februar 2006 wurde ich wiedergeboren.
Mein Bruder hatte sich entschieden, mir eine seiner Nieren zu spenden.
Nach neun Jahren Dialyse änderte sich mein Leben erneut und ich konnte wieder selbstbestimmt leben.
Kurze Zeit nach der Transplantation nahm ich mein Lauftraining wieder auf.
Als Dankeschön für meinen Bruder und für die Schweiz, die mir die Dialyse ermöglicht hat, lief ich am 4. September 2010 in einer Woche von Genf (Wohnort meines Bruders) nach Basel.
In mir reifte immer mehr der Gedanke heran, dass dieser Lauf nicht der Abschluss meines Weges, sondern die erste Etappe zu etwas noch Grösserem sein kann.
Da mir das Laufen Freude und Zufriedenheit bereitet und ich dadurch grosse Freiheit erlebe, fasste ich den Entschluss den Weg weiter zu gehen und um die ganze Schweiz zu laufen.
Meine 2. Etappe findet von 25. Juni bis 3. Juli von Basel nach Chur dem Rhein entlang statt.

Ich möchte allen Betroffenen Mut machen und ihnen mit dieser Geschichte Motivation schenken, dass sie ihren eigenen Weg wiederfinden und weitergehen können.

Hakim Lahbati
Salmen Strasse 18
4127 Birsfelden
Tel 076 484 30 21
kimlahbati@hotmail.com

Der Marathon-Mann, Feb 2011

Aus der Thüringische Landeszeitung

Der auch als "Marathon-Mann" bekannte Belgier ist in sieben verschiedenen Ländern gelaufen, unter anderem in Kanada, Mexiko, Großbritannien und den USA. Er brauchte im Schnitt vier Stunden für den Marathon. Seine beste Zeit war 2 Stunden und 56 Minuten. Jetzt will sich der Extremsportler aber erstmal ausruhen und ein Buch schreiben, sagte Stefaan Engels nach dem Rennen in Barcelona.

Den bisherigen Rekord hatte der Japaner Akinori Kusuda gehalten. Der war 2009 im Alter von 65 Jahren insgesamt 52 Mal nacheinander Marathon gelaufen. Für den Belgier Stefaan Engels ist es der zweite Eintrag ins "Guinness-Buch der Rekorde". Im Jahr 2008 machte er innerhalb eines Jahres bei 20 "Iron Man"-Triathlons mit. Bei einem Triathlon schwimmen die Sportler mehrere Kilometer, dann fahren sie Fahrrad und laufen außerdem einen Marathon. "Iron Man" ist Englisch und heißt übersetzt "Eisenmensch" oder "Eisenmann".

Grand Raid Okt 2010

"Diagonale des Fous" von Roland Breitenmoser, Ultraläufer

Einleitung
Meine diesjährige Vorbereitung war geprägt durch wenige Wettkämpfe aber vielen schönen Trainings. Den Trail in Verbier habe ich aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Der eigentliche Saisonhöhepunkt der UTMB fiel nach 31 Kilometern dem Wetter zum Opfer. Gerade solche Tiefpunkte müssen für einen Trailläufer zum Programm gehören. Nicht nur der eigentliche Wettkampf, sondern auch die schönen, ruhigen, zum Teil auch harten Trainings gehören zu dieser Sportart. Ohne Trailrunning würde ich die Walliser Bergwelt nie so gut kennen.

Die „Diagonale“ verrückte Inselquerung, welche ich dieses Jahr zum dritten Mal anging, ist ein Sportereignis welches dank der globalisierten Welt zu einem wichtigen Handels- und Wirtschaftsfaktor für La Rèunion geworden ist. Viele Teilnehmer wandern oder trainieren Wochen vor dem grossen Sportereignis. Auch wir haben drei Tage zum Wandern genutzt. Mein Antrieb für dieses Rennen sind das Abenteuerliche und die gewaltig schöne Natur. Es bietet Abenteuer für Einzelgänger und trotzdem fühlt man ein kollektives Erlebnis.
In diesem Rennen wird die traditionelle Identität als auch die Spuren der Erinnerung vermittelt. Das Abenteuer „Diagonale des Fous“ die Querung der Verrückten widerspiegelt die Vergangenheit der Insel, ebenso wie sie in der Gegenwart fasziniert. Die Vergangenheit der Menschen war oft dunkel und lang für Einzelgänger oder Familien, welche es geschafft haben zu überleben. Vielmals wussten sie nicht was Morgen passiert und trotzdem haben sie ungehindert ihr Lebensziel erreicht.

Auch als Trailläufer stehst du am Start und weißt nicht, ob du das Ziel erreichen kannst. Erreiche ich dann das Ziel in der Hauptstadt St. Denis, so verinnerlicht mich dies mit einem Gefühl des Stolzes, so wie früher dies sicher auch Sklaven auf dieser Insel hatten.

Die Anstrengungen zu diesem Trailabenteuer führt uns Teilnehmer an unsere Leistungsgrenzen. Genauso müssen die heutigen Einwohner für ihren täglichen Schulbesuch oder den Marktreisen in den Hauptort St. Denis aus den Cirques Mafate, Salazie und Silaos weite beschwerliche Trails benützen, um die hohen Felswände zu überwinden. So ist dieser Grand Raid logischerweise in die Geschichte eingebetet.

Dieses gewaltige Rennen unterscheidet sich nicht nur von der zur Verfügung stehenden Zeit her, sondern auch von der Identität erheblich von anderen Trails. Fühle ich mich bei anderen Trails mehr als Individualist, so erlebe ich bei jeder Teilnahme ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Wo bekomme ich in brütender Hitze von einem Mitläufer als Selbstverständlichkeit von seinem Getränk, weil ich vergessen habe meinen Camelback aufzufüllen? Wo werde ich so oft gefragt wie es mir geht, wenn ich am Trailrand ausruhe? Wo werde ich von einem Mitkonkurrenten nach meiner Nagelschere gefragt, um seine langen Hosen in der Hitze zu kürzen? Die Landschaft ist aussergewöhnlich schön und so ist es logisch, dass meine Augen nicht nur den Boden sehen, so geht es vielen Teilnehmern gleich. Die Natur, die Höhenlagen, sowie die Klimazonen verändern sich dauernd. Die Route der „Diagonale“ ist dynamisch, muss sich jedes Jahr verschiedenen Einschränkungen anpassen. Dazu gibt es ein riesengrosses Netz an Wanderwegen. Auf diesen Wegen sind die Gefahren vielfach. Sie können sich verschlechtern durch Regen oder auch gefährlich werden durch extreme Müdigkeit von uns Läufern, besonders während der Dunkelheit. Es gibt auch hier Teilnehmer welche wenig Trailerfahrung mitbringen. Dieser Trail lässt sehr selten ein sog. „Rollen“ zu, sondern wirkt sehr destruktiv auf den Laufrythmus ein.

Das Rennen, 163 Kilometer und 9656 Höhenmeter

Nach unserem gemeinsamen späten Mittagessen welches durch meine liebe Frau Jenny rührend für uns zubereitet wurde, gab es bis ca. 18.00 Uhr Ruhezeit. Roland der Elsässer, sowie Réne aus Zermatt zogen es vor als „Neulinge“ früh an den Start zu gehen. Felix und ich hatten es nicht besonders eilig und vereinbarten uns auf 18.45 Uhr in St. Giles bei unserer Ferienwohnung am Meer. Überraschend schon um 21.00 Uhr erreichten wir das kleine Stadion am Cap Méchant, sodass die Zeit für einen Café im angrenzenden Restaurant noch reichte.
St. Phillipe am südlichen Ende der Insel ist Startort des Grand Raid. Dieses kleine Dorf liegt auf den äusseren Lavahängen des Vulkans Fournaise. Diese Flanke des Vulkan-Massivs wird durch aufgestapelte, sowie konisch geschnittene Rinnen und wenig kompakten Lavaströmen geprägt. Cap Méchant, Start 21. Oktober, 22.00 Uhr, angenehme Temperaturen, leichter Wind.
Es vergeht einige Zeit bis sich die ca. 2555 Teilnehmer/innen durch das enge Stadiontor auf die Strassen gezwängt haben. Das ganze Dorf scheint auf den Beinen zu sein und jubeln den Helden zu.
Auf den ersten 15,9 Kilometern welche zuerst an Zuckerrohrplantagen vorbei führt, dann vom Wald abgelöst wird, gilt als Einlaufstrecke. Schnell ist die Verpflegung Camphries auf Altitud 685m erreicht. Hier drängt sich alles zur Verpflegung. Allmählich überhole ich Roland und Réne welche sich vorne im Teilnehmerfeld eingereiht haben. Ein kurzer Glückwunsch schon geht es wieder weiter Berg wärt’s.

Die nächsten 5,1 Kilometer welche auf 2084 Höhenmeter führen gehen ohne Stau. Dieser enge Teil wird geprägt durch nassen, schlammigen und mit Wurzeln überfüllten Boden, welcher das Mass der Leistung bestimmt. Hier ist es das ganze Jahr feucht und aussergewöhnliche Niederschläge von 5000 bis 9000mm/Jahr prägen die Gegend. Die ersten Läufer stossen bereits hier an ihre Grenzen. Ein starker kalter Wind begrüsst uns auf dem Vulkan und lässt den Aufenthalt ungemütlich werden. Obwohl bestens bekannt, dass in solchen Höhen unangenehme Temperaturen herrschen, überhole ich Läufer welche sich notdürftig mit der Überlebensfolie schützen müssen, weil sie sich die geeignete Bekleidung sparen wollten. Es gibt immer wieder Schlaumeier welche nach der Ausrüstungskontrolle im Stadioneingang nachträglich die geforderte warme Ausrüstung zurücklassen, um Gewicht zu sparen.

Der Vulkan Piton de la Fournaise ist ein aktiver sich immer noch im Aufbau befindeter Vulkan. Mehrmals bin ich hingestanden um den leicht speienden Vulkan sehen zu können. Mit der abfliessenden glühenden Lava entsteht bei Nacht der Eindruck eines blutenden Riesen. Bei einer späteren Besichtigung konnten wir das sog. Ofengebäude besichtigen. Es bestehen zwei rotgefärbte Conuse auf dem Kraterboden. Gleichzeitig kann an den abfallenden Hängen eine Abfolge von Lavaströmen der vergangenen 5000 Jahre beobachtet werden. Der Weg führt uns an den Fuss des zweiten grossen Vulkanzusammenbruchs, der Rampart Basalt, welche wir überqueren. Es bietet sich eine „flockige“ Landschaft, welche charakteristisch ist für einen Schildvulkan.

Der Freitag

Wir joggen ca. 7 Kilometer am Kraterrand entlang. Hier oben herrscht zu allen Jahreszeiten ein frostiges und garstiges Klima. Häufiger Starkregen, Nebel und niedrige Nachttemperaturen, im Winter auch mit Schnee, lassen eine spärliche Vegetation zu. Vom Verpflegungsposten Foc Foc Anfangs der Plaine des Sables bei Km 23,7 auf 2350 Meter über Meer, nach Oratore St. Therese zu Km 37 unser höchster Punkt 2400 m für diesen Morgen, erscheint länger bei Nacht.
Der Weg zur Wand aus Basalt ist ein Teil eines mineralischen Bodens, bedeckt mit Blöcken und Schlacken auf der eine dünne Vegetation besteht.
Von Piton Textor bis zur nächsten grossen Verpflegung mit dem Militär Mara à Boue, geht es mehrheitlich bergab. Die „Plain Kafer“ ist ein Plateau welches der Weidewirtschaft dient und Richtung Westen geneigt ist. Dieser Teil wurde grossflächig entwaldet um saftige Weiden zu schaffen. Dies ist auch der einzige Teil auf dem Trail wo Kühe zu sehen sind. Die Anwesenheit von Ginster und hoch invasive eingeschleppte Pflanzenarten ergeben eine Landschaft mit Mooren hoch über dem Meeresspiegel, deren Beziehung zu europäischen Landschaften Atlantik (Galicien, der Bretagne oder Irland) bemerkenswert ist.
Auf der Strasse zum Verpflegungsposten warten wie jedes Jahr viele Familien auf ihre Angehörigen um sie zu verpflegen. Es ist bereits der fünfte Posten, wo Cola und stilles Wasser abgegeben werden.
Hier nach 50,4 Kilometern und den ersten 3072 Höhenmetern habe ich eine etwas längere Pause auf einer der zahlreichen Bänke eingelegt. Zu beobachten sind Teilnehmer, welche mit einer Selbstverständlichkeit Teigwaren, Poulets und Früchte zuhauf einschieben. Es scheint hier ein grosses Picknick stattzufinden. Für mich kommen solche Speisen nicht in Frage. Sie stossen mich ab und belasten zu sehr.

Ab jetzt beginnt ein neuer Streckenabschnitt Richtung Hell Bourg in den feuchtesten der drei Vulkankessel, den Salazie. Den Durchgang in den herrlichen Waldgebieten von Bebour-Bélouve wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Dieser riesige Wald mit hoher Luftfeuchtigkeit, besonders am Boden mit viel Humus und Moor ist ein grosser Naturpark. Im Trail welcher dauernd mit Teerstrasse und sumpfigen Urwaldpfaden wechselt, begegnen wir grossen Bambuspflanzen, Haargummis, Bananenstauden in Hülle und Fülle. In diesem Gebiet musste der Organisator bereits 200 Teilnehmer disqualifizieren, weil sie die Strasse nach Hell Bourg benutzten, um schneller vorwärts zu kommen. Hier in dieser Gegend ist eine unbeschreibliche Pflanzenvielfalt. Gott sei Dank ist der Freitag bewölkt, sonst hätten wir tropische Feuchtigkeit vorgefunden. Vor Hell Bourg bin ich dem ersten stark verletzten Läufer begegnet. Er hat bei den zahlreich zu unterquerenden Baumstämmen den Kopf mit voller Wucht angeschlagen.

Endlich, nach 14,29 Stunden sehe ich das Paul Dominique Hubert Stadion in Hell Bourg. Geduldig wird mit Cola und Wasser verpflegt. Im letzten Moment kommt mir als Abwechslung eine heisse Schokolade sehr willkommen. Die Jogurt im Rucksack waren schon lange in Energie umgesetzt worden.
Nun ging’s wieder zur Sache. In 5,6 Kilometer sind 1157 Höhenmeter auf Cap Anglais zu erklimmen. Es ist ein langer mühsamer Aufstieg, da es viele grosse Steine zu überwinden galt. Auf der Caverne Dufour (Gite Piton des Neiges) bei Rennkilometer 81,8 erreichen wir mit 2484m über Meer den höchsten Punkt des Grand Raid. Das Wetter ist nicht einladend und sehr neblig. Auf diesem Punkt haben unsere Beine bereits 5101 Höhenmeter überwunden. Der Abstieg über Le Bloc nach Silaos 1224m ist mit vielen Stufen und Querhölzern durchsetzt. Durch den Nebel sind die Hölzer und runden Steine äusserst glitschig. Manche Teilnehmer machen Bekanntschaft mit dem Boden, so erging es Réne auch. Silaos sollte in meinem Kopf ein Hauptort betreffend Verpflegung und Hygiene werden.
Gegen 18.30 Uhr wird das Eingangstor zum Stadion in Silaos durchschritten. Konnte gerade noch bei Tageslicht bis zum Stadion kommen. Sogleich geht es schnell zu den Duschräumen, voller Freude auf eine warme Dusche. Unter den heftig duschenden Mitläufern versuche ich erwartungsvoll an das warme Wasser zu kommen. Die Enttäuschung ist riesig mit dem kalten Wasser, gar nichts für einen „Warmduscher“ wie mich. Frustriert ging es wieder in die verschmutzten Kleider. Sogleich zog es mich zur Verpflegung, wo sich ein dreistes Bild bot. Einige Trailer sind beim Nachtessen. Die Teigwaren und das undefinierbare Fleisch stossen mich ab. Aha hier gibt’s Jogurt. Genau das Richtige jetzt. Schnell ist das erste Jogurt geschnappt, dann der Griff zum Zweiten. No, No rief eine Stimme, es gibt nur ein Jogurt! Auch mein betteln, noch meine schönen Augen konnten die kaltherzige Dame erweichen, sie blieb eisenhart. Nur dank einem deutschen Mitkonkurrenten komme ich zu meinem zweiten Jogurt. Auch meine Nachfrage nach Silaossprudelwasser blieb ohne Erfolg. Der Postenchef gab mir zu verstehen „kein Sponsor, kein Ausschank“.
Cilaos ist ein „Mekka“ des Grand Raid und ein wesentlicher psychologischer Schritt. Hier ist oft das vorzeitige Ende für viele Teilnehmer. Erschöpft oder verletzt, entmutigt oder müde scheuen sie den Schritt in das verlassene Mafate. Völlig enttäuscht, geht es zum Abstieg in der Dunkelheit zur Schlucht Ancien Therme Bras Rouge zum Bach auf 920m. Irgendwie hat sich meine Enttäuschung über diese schlechte Verpflegung in meine Knochen geschlichen. Mit einer lethargischen Müdigkeit schleppe ich mich in der Schlucht herum. Der Trailweg welcher eigentlich nur 1,7 Kilometer lang war, aber immerhin 360 Höhenmeter aufwies, schlängelte sich unendlich dem Fuss des Taibitberges entlang. Nun war meine Zeit zum Schlafen gekommen. Müde fallen meine Glieder auf eine bereitstehende Pritsche bei der Verpflegung Pied Taibit. Es ist hier gar nicht komfortabel, der Benzinmotor für die Stromerzeugung dröhnt in die stille Nacht. Mit einer dünnen Wolldecke schlafe ich schnell ein um bald wieder schlotternd zu erwachen. Schnell wird eine zweite Wolldecke überzogen. Kaum wieder eingeschlafen wird die Decke vom Postenchef wieder eingezogen. Nach meiner Wehr organisierte er eine zweite Plane. Um 1.00 Uhr war wunschgemäss Tagwache.

Der Samstag

Nach ca. 1,5 Stunden Vollschlaf ohne Kälte begann der Anstieg zum Taibit, an welchem ich vor zwei Jahren beinahe gescheitert wäre. Gemächlich beginnt der Anstieg zum Col, wohlwissend es geht jetzt auf 2082m hoch. Die nächste Enttäuschung erwartete mich sogleich. Wo ist das Teehaus? In den letzten Jahren wurde hier auf halbem Weg durch Privatpersonen die ganze Nacht Kräutertee ausgegeben. Für manchen angeschlagenen Wettkämpfer ein Highlight. Welchen Frust steigt in mir auf, diese sehr geschätzte ausserordentliche und wohltuende Zusatzverpflegung vermissen zu müssen. Letztlich sind es Kleinigkeiten welche einen Erfolg eines so anstrengenden Trails beeinflussen können. Sie gewinnen plötzlich einen enormen Stellenwert.
Wir sind nun daran den Silaoskessel zu verlassen. Auf der Passhöhe hat sich eine Gruppe niedergelegt und sind daran sich zu verpflegen. Von diesem Pass aus sind die verschiedenen Arten von Bäumen und Pflanzen im Silaoskessel zu sehen. Die Pflanzen sind hier sehr wild, müssen sie doch Wind, Wetter und Zyklonen standhalten. Über den Pass werden wir in den dritten grossen Talkessel einsteigen, dem Mafate. Diese grossen und interessanten verschiedenen Kessel haben die Namen von ehemaligen Gefangen dieser Insel. Das Mafate ist im Gegensatz zu den anderen zwei Kesseln, Salazie und Silaos sehr heiss und trocken. Vor erreichen des Passes, zieht man vorbei an einem der vielen Bergkappellen und schon ist die Aussicht atemberaubend, welche in der Nacht verwehrt bleibt.
Über den Col du Taibit bis Marla, der nächsten Verpflegungsstation auf 1580m fühlte ich mich ausgezeichnet und so war es ein Genuss den klaren Sternenhimmel zu beobachten, sowie den Vollmond zu geniessen. Jetzt sind die ersten 103,2 Rennkilometer und 6453 Höhenmeter geschafft. Die Stimmung an der Verpflegung ist gedämpft, schlafen doch rundum viele Läufer.
Im Mafate sind die Landschaften stark vom Abbau und der Erosion betroffen. Diese Gegend wird dauernd durch das Wasser geformt. Hier sind die Siedlungen meist um sogenannte Inseln gruppiert. Marla am Fusse des Passes Taibit zählte im Jahre 1945 über 2000 Einwohner. Derzeit sind es noch 16. Dies spiegelt die Abwanderung wie es das ganze Tal zurzeit erlebt. Die meisten Orts- und Landschaftsnahmen tragen die Spuren der Vergangenheit, welche manchmal schwierig, ja auch tragisch sein konnten. Sämtliche Lebensbedürfnisse müssen mit dem Helikopter eingeflogen, oder zu Fuss über weite Strecken getragen werden. Die lauwarme Nacht konnte richtig genossen werden, sind mir diese Trails von den Wanderungen bekannt. Es herrscht Totenstille, nur der Mond und die Sterne lassen etwas Abwechslung zu. Ab und zu huscht ein eiliges Licht an mir vorbei.
Trois Roche, ein interessanter Ort wird um 5.23 erreicht. An der kleinen Verpflegung wird geduldig auf Läufer/innen gewartet. Es beginnt gerade zu tagen. Schnell ein Becher vom immer gleichen Wasser, hoppla da kommt das Wasser sogleich völlig unverhofft wieder hoch. Mein Magen hat schon längst genug von diesen langweiligen Getränken. Es ist mir eigentlich nicht schlecht, darum wird halt weiter mit Cola verpflegt.
An diesem Ort ist eine Bachquerung die Schwierigkeit. Hier gibt es viele nasse Füsse. Der Bach welcher sehr flach ist, verschwindet in eine tiefe Schlucht, in eine sog. Klamm.
Wir stehen hier vor einer mächtigen Erhebung welche über 1000 Meter hoch ist. Die Rampart Maido ist eine grosse geologische Verwerfung. Obwohl am Wasser stehend, ist der vorherrschende Eindruck einer Trockenheit. Die Vegetation hier hat sich der Dürre angepasst. Das Dickicht von Sträuchern, darunter Acaien ist sehr dicht.

Nach 2.15 Stunden auf und ab über Steinblöcke wird das idyllische Schulhaus von Roche Plate sichtbar. Am Telefon mit meiner Frau bestelle ich für den Abend gekühlte Mineralgetränke. Vor allem das gute einheimische kühle Silaoswasser lässt mein Verlangen von Stunde zu Stunde grösser werden. Gerade mal 69 Einwohner bilden diese verstreute Gemeinde. Umgeben von einer atemberaubenden schönen aber nicht ungefährlichen Landschaft ist das Leben hier sehr hart. Es könnten zu jeder Zeit Abbrüche aus der Felswand stattfinden.

Jetzt sticht die Sonne unbarmherzig auf alles was sich in der Natur bewegt. Beim Abstieg nach Orangers werden wir an den jungen River des Galets geführt. Unwiderstehlich sind die verschiedenen grösseren und kleineren Wasserbecken. Schnell sind die Kleider vom Leib und ein sauberes, nicht sehr erfrischendes Bad steigert die Laufmoral. In der Hitze wird das Laufen mehr und mehr zur Willenssache. Der Laufrythmus wird jetzt zunehmend von Pausen unterbrochen.
Es rächt sich, dass meine Verpflegung nicht mehr gleichmässig stattfinden kann. Das warme Wasser und Cola an den Verpflegungsstellen widert mich derartig an, so ist es für mich fast nicht vorstellbar wie die Einheimischen problemlos das warme Wasser konsumieren. Bei einer kleinen Häusergruppe in Egliese gelingt es mir zwei kühle Mineralwasser für 10 Euro zu trinken. Dies ist aber nur ein Tropfen auf einen heissen Stein. Endlich, nach langem heissem auf und ab wird Cayenne das letzte Dorf ausgangs Mafate erreicht. Zu meinem Schrecken wird es rechts liegen gelassen und der Trail führt wieder hoch Richtung Aurère. Nach meinem Kopf hätte hier Gelegenheit bestanden, etwas Kühles zu ergattern. Aber solches ist natürlich jetzt nicht möglich, der Aufwand wäre zu gross gewesen. Es hat ja hier nicht wie bei uns um jede Ecke eine „Beiz“.

Bei der Passerelle Pont Doucy war ein Samariterposten eingerichtet. Dort gab es eine Viertelstunde Ruhezeit. Als Verpflegung natürlich auch nur wieder warmes Wasser, (pfui): Mittlerweile schleichend wird endlich der Rivère des Galets erreicht. Welche Wohltat fliessendes Wasser nicht nur aus der Höhe zu sehen. Mittlerweile ist es Samstagnachmittag geworden. Eine tropische Hitze hat uns Teilnehmende am Samstag begleitet. Hier im warmen Bach wird ein 10 Minutenschwumm ohne Zeitdruck genehmigt. Einen Kilometer später bei der Verpflegung Deux Bras, bei Rennkilometer 126, auf 253 Höhenmeter sind die Rennhosen schon wieder getrocknet. Eigentlich wäre hier nur Jogurt und Cola wichtig. Dieses Jahr fehlt das übliche Militär und das Jogurt. Die Sparmassnahmen sind bis in die hintersten Winkel spürbar. Viele Teilnehmende verpflegen sich und lassen ihre Wunden behandeln. Bis jetzt sind die Füsse ohne Blasen, Beine und Arme ohne Verletzungen.

Voller Zuversicht beginnt der Aufstieg nach Deux Bras. Dieser unmögliche Aufstieg kostet mich sehr viel Willen. Trotzdem sind die Aussicht, das viele Grün und die Stimmung herrlich. An diesem verflixten Hang wäre mein Wille beinahe zerbrochen. Zum Glück war die Handyverbindung unterbrochen, darum blieb mir der Abstieg nach Possession nicht erspart. Vom kleinen Bergdorf Deux Bras, wo anscheinend sämtliche Bewohner an der Laufstrecke stehen, gibt es eine gigantische Aussicht auf das offene Meer. Die rotglühende Abendstimmung lässt Himmel und Meer zu einem feuerroten Leuchtband verschmelzen. Dieser schöne Anblick lässt für einen Augenblick völlig vergessen, dass bereits 131 Kilometer zurückgelegt sind. Wie viele schöne Orte gibt es doch auf Erden?



Die Letzte Nacht

Im Abstieg Richtung Meer sind wir um alle nur erdenklichen Ecken, Bäche, Gegensteigungen und unendlichen Windungen geführt worden.
Possession – die Erlösung- wo meine Familie wie Weihnachtsengel aus der Dunkelheit auftauchte. Endlich, endlich, die richtige Verpflegung. Gierig wird das kühlende Nass in den ausgetrockneten Körper geleert. Hier am Grand Raid lernte ich was es bedeutet ein grosses Verlangen zu entwickeln. Welche Wohltat solch wichtige Kleinigkeiten plötzlich auslösen können. Die Zeit spielt jetzt keine Rolle mehr, so wird auch die Pause bei der Familie nicht knapp. Nach herzlichem Dank an meine Lieben, es ist mittlerweile 22.00 Uhr geworden, wird der Lauf wieder zum Vergnügen. Felix Staub begleitet noch dem Meer entlang, bis die Nacht mich im Dunkeln wieder übernahm.

Plötzlich, was ist das für eine steile, breite und schwarze Strasse, die den Berg hoch führt? Richtig zuckt es mich durch den Kopf. Dies ist der „Weg der Engländer“ von welchem Felix erzählt hat. Er hat ihn auf seiner Wanderung inspiziert. Die englischen Truppen, welche für kurze Zeit auf dieser Insel, auch ihr Unwesen getrieben haben, waren im Jahre 1810 die Erbauer. Es sind schwarze Lavaquader welche so angeordnet sind, wie bei uns die Kopfsteinpflaster. Es lässt sich nicht schwer erahnen in welch schlechtem Zustand diese Strasse ist! Die Cyclone, Wasser und Alter nagen an dieser sogenannten Strasse. Um ein unfallfreies Gehen in der Nacht zu ermöglichen, kommt nur der Mittelstreifen in Frage. Dieser ist durchgehend als einziger in Takt.

Es ist eine warme klare Nacht. Auf der Erhebung von ca. 360 Höhenmetern musste ich mich immer wieder dem Meer zuwenden. Der Vollmond erhellte die Meeroberfläche, sodass eine silbrige Fläche wahrnehmbar war. Für uns Binnenbewohner ein unvergesslicher Anblick. Es war still, warm und ruhig. Für mich eine Nacht zum Geniessen. Ab und zu wurde das mitgeführte Mineralwasser fast schon andächtig und genussvoll aus dem Rucksack hervorgeklaubt. Jetzt war ich mit mir und der Welt zufrieden. Wie schön es doch ist, die letzte Nacht vom Grand Raid richtig geniessen zu können. Ausser der Müdigkeit gab es keine Anzeichen von Glieder- oder Muskelschmerzen. Bedauerlich sind jene Teilnehmenden welche jetzt noch schlafend am Strassenrand liegen.

Es geht nochmals steil runter zum Meer nach Chaloupe einem kleinen Bahnhof. Die Ankunft hier wirkt wie ein Eintritt in ein Museum. Ein ausgedientes Bahnhofgebäude dient als Verpflegungsstation. Im schwülheissen Warteraum wird in grossen Mengen Wasser, Cola sowie Brot gelagert. Eine alte Diesellok und eine noch ältere Dampflok stehen etwas abseits. Diese beiden alten Maschinen wecken in mir Interesse, vielmehr als die Verpflegung. Nach der Inspektion dieser alten „Vehikel“ wird es langsam Zeit zum Aufbruch.
Jetzt kommen nochmals zehn beschwerliche Kilometer in die „Pampas“. Die Strassen und Trails lassen sich hier gut laufen. Die zehn Kilometer mit 680 Höhenmetern kosten mich abermals ca. 4 Stunden Zeit. Beinahe wäre ich stehend eingeschlafen, hätte mich nicht ein Mitläufer darauf aufmerksam gemacht, dass ein „alkoholisierter Bettgänger“ gerader gehen kann. Nach diesem Zwischenfall bin ich plötzlich wieder hellwach im Wettkampf. Jetzt zweigen wir auf den Trail durch den Wald, welcher zur letzten Verpflegung, dem Colorado führt. In mir erwacht ein gewisser Drang in Richtung Ziel.

Endlich steht sie vor mir. Die weit sichtbare weisse Wetterradarkugel. Wie ein langersehnter Freund erscheint sie aus der Dunkelheit. Auf einem bereitstehenden Stuhl fallen meine müden Glieder. Kein Interesse an Cola oder Wasser kommt auf. Es ist ja schon die 16 Verpflegungsstelle mit immer dem gleichen Angebot.
Auf einem Zweiplattengasherd kocht eine freiwillige Helferin Kaffee. Meine Augen waren noch so wach, dass sie neben dem Herd das Päckli Cacaopulver erkannten. Auch meine Gesten müssen noch so gut gewesen sein, dass mein Wunsch erfüllt wurde. Sie reichte mir eine warme „Schoggi“. Ist es nun eine Creme oder eine heisse „Schoggi“? Gut hat sie trotzdem gewirkt.
Eigentlich wäre die Zeit schon längstens überschritten für den Aufbruch. Da in etwa 20 Minuten das Tageslicht die schöne Insel wieder in Beschlagnehmen wird, gefiel es mir auf dem Stuhl mit Unterhaltung an der Verpflegung. Zudem soll meine Frau und Tochter nicht zu früh aufstehen müssen um im Ziel zu sein. Die Zeit spielt doch schon lange keine Rolle mehr. „Nur die Zielankunft zählt“. Es werden ja schlussendlich 43,5 % das Ziel nicht erreichen.

Der letzte gefürchtet Zielhang beginnt. Wir verlassen hier das Naherholungsgebiet von Saint Denis der Hauptstadt. Diese letzte scheinbar gerade „Meile“ hat es in sich. Nur für Teilnehmer welche die Trailwindungen halsbrecherisch abkürzen, ist dieser Abstieg kurz. An diesem Hang lässt sich die Position auf der Rangliste noch verbessern. Von Colorado bis ins Stadion Redoute in Saint Denis ist meine Position um 32 verbessert worden.

Nach unglaublichen 56 Stunden, 17 Minuten, 45 Sekunden endete ein fantastisches Abenteuer in den Armen meiner lieben Familie. - Ein fantastisches Erlebnis in La Redoute heute. - Ein schreckliches Ereignis am 7. und 8. Juli 1810, mit dem Kampf der Engländer gegen die Franzosen.
Triumphieren durften 1444 Teilnehmende welche das Ziel erreicht hatten. Unter diesen reihe ich mich als 978 ein. Die „Diagonale des Fous“ ist ein aussergewöhnliches Abenteuer. Es gibt neben der sportlichen Herausforderung und Befriedigung auch ein Bild der Insel, welche ihre Vielfalt widerspiegelt. Die grosse Abwechslung an Landschaften, Menschen und historischen Orten, ist sehr komplex, aber auch paradox. Die Wüste in der Nähe des Piton des Fournaise, die feuchten Wälder, die kalten Nächte, das intensive Mafate, die Nebel und Regenzonen, das alles erlebt der Teilnehmende auf seine Art in diesem einzigartigen Rennen.

Zusammenfassung

- Auch nach dreimaliger Teilnahme ein faszinierender Lauf
- Hier steht nicht das Rennen im Vordergrund, sondern das Abenteuer
- Zeit ist genügend, um den Lauf geniessen zu können
- Verpflegung wurde schlechter gegenüber den Vorjahren
- Abfalldisziplin der Teilnehmenden sehr schlecht, Veranstalter sollte hier mehr einwirken

Die Fotos zu diesem Laufbericht können unter http://picasaweb.google.com/esteffen65 eingesehen werden.

Roland Breitenmoser

14.09.2010: Genf-Basel aus Dankbarkeit

Give back Lauf / Dankeschön Lauf

Es war im Jahr 1997, als sich meine Gesunheit stark verschlechterte. Ich litt an Niereninsuffizienz und brauchte dringend Dialysenbehandlung, welche für mich in meinem Heimatland Marokko unerschwinglich war. Meine Kräfte schwanden täglich. Hoffnungslos, kaum mehr an eine Ueberlebenschance glaubend, sah ich mich gezwungen, Marokko zu verlassen und kam so in die Schweiz. Die Schweizer Behörden haben mir die Türen für eine medizinische Behandlung im Universitätsspital Basel geöffnet. Während 9 Jahren erhielt ich dreimal wöchentlich, die für mich lebensrettende Dialysenbehandlung. Im Jahr 2006 hat sich mein Bruder bereit erklärt, mir seine Niere zu spenden. Somit war ich befreit von der Dialyse und konnte nun wieder ein "normales" Leben führen. Nach nur knapp einem halben Jahr war es mir bereits möglich, gute sportliche Leistungen zu vollbringen. Die Teilnahme am Dreiländerlauf (21,6km) im September 2006 war ein persönlicher Höhepunkt. Heute möchte ich den Schweizerischen Behörden sowie dem Schweizerischen Roten Kreuz als persönliches "Dankeschön" einen Lauf widmen. Sie waren es, die mir geholfen haben, meine Gesundheit zurückzugewinnen und eine neue Existenz aufzubauen. Mein tiefster Dank gebührt auch meinem Bruder, dem Nephrologieteam vom Universitätsspital Basel und allen Freunden.
Ich werde am 4. Sept. 2010 von Genf nach Basel in 7 Etappen joggen. Die letzte Etappe beende ich mit der Teilnahme am Halbmarathon "run to the beat" am 12. Sept. in Basel.

Ich freue mich schon heute, euch alle am "run to the beat" zu begrüssen und mit euch zu feiern.

Hakim Lahbati

Tel. 076 484 30 21 (täglich ab 16.30h erreichbar)

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Hakim braucht Velobegleitung für den vorletzten Tag seines Laufes, von Solothurn nach Kaiseraugst (flach). Ein Velo steht zur Verfügung.
Ebenfalls freut er sich über Läufer/innen, die ihn am letzten Tag, von Kaiseraugst nach Basel laufend begleiten würden. Also: Alle Nichtmarathonis meldet euch!


12.09.2010 RTTB Marathon in Basel

Endlich habe ich auch mal das Erlebnis Marathon es war eine geile Sache ausgenommen, dass ich mich bei km 35 am Fuss verletzt habe. Ich kam dennoch leider nicht ganz in meiner vorgenommenen Zeit von 4:30 ins Ziel. Nach 4:47:10:4 konnte ich die Ziellinie überqueren. Das Erlebnis Marathon würde ich jedem mal empfehlen.

Ich möchte mich bei allen von euch bedanken die am Strassenrand mich mental unterstützt haben.

Gruss Simon

10.08.2010 Christian in New York

Nach einem Anfängerkurs, einem Bruggelauf und sonstigen Spaziergängen hat sich Christian an den grossen Marathon [229 KB] gewagt. Und diesen erfolgreich beendetI

25.07.2010: Alex am Ironmann

War anstrengend, hat aber auch riesig viel Spass gemacht. Traumhaftes Triathlon-Wetter und eine super Kulisse. Am Morgen im See schwimmen, wenn die Sonne durch die Wolken bricht, am Mittag ins Umland radeln und den See von oben sehen und am Nachmittag um den See herumlaufen und von tausenden von Leuten angefeuert werden. War bestimmt nicht mein letzter Ironman. Am meisten bin ich über meine Regenerationsfähigkeit erstaunt: Konnte/Wollte heute schon wieder 15 km in regenerativen Tempo joggen und fühle mich extrem frisch und ausgeruht. Nach einem richtig hart/schnell gelaufenem Marathon fühle ich mich viel kaputter. Vielleicht weil durch das Tempo und den relativen Kaltstart die Gelenke und Muskeln viel stärker beansprucht werden. Naja, werde mal mit einem Sportmediziner darüber reden. Nochmals vielen Dank für Deine Gratulation und bis bald.
En liebe Gruess
Alex

22.09.2009: Gegen Lebenskrise

Warum nicht laufen [462 KB] und dadurch kleinere und grössere Probleme lösen?

06.09.2009: Jungfraumarathon

Guten Tag zämme.

Es war ein unglaubliches Erlebnis am Jungfraumarathon. Abgesehen vom Wetterglück, hat einfach alles gestimmt.
Wir haben eine grosse Ueberraschung erlebt, als in Witterswil, Haag Ella und Thuri, und Doris Gerosa an der Strecke standen. Auch Markus (speedigonzales) war bereits um 9h am Start und natürlich unser Hoffotograf Jakob.

Habe mich richtig daheim gefühlt!! Ich möchte allen danken für die grossartige Unterstützung. Der Lauf war ja nicht gerade vor der Haustüre!

Dank Lauftreff habe ich überhaupt diese Strecke laufen können.
Schöne Woche und Grüsse
Oma Edith

20.08.2009: Di-Do Laufgruppe

Protokoll der Sitzung der Di-Do-Laufgruppe vom 13.08.2009

Anwesend: 14 Läuferinnen und Läufer

Ziel der Sitzung: Trainings für alle optimieren, Zufriedenheit wieder herzustellen, Klarheit über schnell-langsam, Jungfrau-kein Jungfrau, geleitet-nicht geleitet zu schaffen.

Grundsätzlich kommt jede/r, um zu trainieren und um sich selber zu verbessern. Das Zusammensein und die Rücksicht auf andere sind zwar wichtig, sollen aber zweitrangig bleiben.

Bei geleiteten Trainings hält der Leiter die gesamte Gruppe zusammen. Das technisch ausgerichtete Training ist für alle! Wenn an solchen Trainings Elite 1 (schnelle Gruppe) eine kurze Pause macht, um die langsamere Gruppe (Elite 2) abzuwarten, muss auch der Elite 2 ein paar Sekunden „Verschnaufpause“ eingeräumt werden.Bei nicht geleiteten Trainings besteht kein Anspruch auf einen Trainer. Wenn Leiter/innen freiwillig mit der Elite 2 mitlaufen möchten, ist dies ihr freier Entscheid.

Das System am Donnerstag (zusammen einturnen und anschliessend zwei Gruppen bilden, die in verschiedenen Richtungen laufen) hat sich gut bewährt. Voraussetzung dafür ist, dass man sich im Voraus entscheidet, in welcher Gruppe man an diesem Tag laufen möchte. Die Einteilung ist nicht fest und kann jede Woche von den einzelnen Teilnehmenden frei gewählt werden. Dienstags werden Brigitte und/oder Claude die Führung der Elite 2 übernehmen und dafür sorgen, dass ihre Gruppe ebenfalls eine andere Richtung als Elite 1 einschlägt.

Für event. Fragen und Ergänzungen stehe ich gerne zur Verfügung.

Sportliche Grüsse
Gabor

04.08.2009: 3000 Meilen

Na gut; wenn ich zehn paar Laufschuhe [17 KB] hätte, wäre es für mich auch kein Problem.

Euer Präsident, Gabor

30.07.2009: Tripple Ultra Triathlon

Abenteuer Ultra Tripple Triathlon "mit schmerzlicher Erfahrung reicher" beendet.

Lieber Gabor

Das wichtigste zuerst: Wir (Frau Rita, Sohn Reto und ich) sind gesund zu Hause in Altreu eingetroffen.

Dieses Jahr musste ich das erste Mal die Erfahrung machen, wenn der Körper (Rückenmuskulatur) streikt, ist auch mit dem Kopf, nichts mehr zu machen. Aber schön der Reihe nach.
Das Schwimmen habe ich wie gewohnt in meinem 20 Minuten Rhythmus pro Kilometer in 3 Stunden und 50 Minuten beenden.

Die sehr sportliche Marschtabelle vom Radfahren unter 20 Stunden, wurde mit mehr oder wenigen Problemen um 15 Minuten unterboten.
Dank meinem super Team klappten beide Wechsel Schwimmen-Velo und Velo-Laufen einwandfrei. Der erste Marathon verlief genau nach meiner Marschtabelle (habe ich schliesslich ein paar Mal trainiert). Ab jetzt ging es ins unbekannte (solange Distanzen kann man im Training nicht trainieren). Nach ca. 70 Kilometer bahnte sich das Unheil an. Ich bekam immer mehr Vorlage, konnte mich nicht mehr aufrichten.

Die Durchgangszeiten wahren aber immer noch akzeptabel. Ohne zu forcieren oder auf Konkurrenten zu achten, lag ich plötzlich auf dem 4. Zwischenrang.
(ob mich das eventuell unter Druck gesetzt hat ???). Mein Rücken wurde immer krummer, verbunden mit Schmerzen. Zusätzlich kam ein Sturz, mit Schlag in den Rücken.
Was zuerst war, Schlag in Rücken dadurch wurde der Sturz ausgelöst oder ob eine Unachtsamkeit den Sturz auslöste mit Schlag in den Rücken, kann ich nicht sagen.
Ab jetzt konnte ich nur noch Marschieren und nach 2 bis 3 Runden ging nichts mehr. Rücken total blockiert und René frustriert. Massage und Tape brachten nicht den gewünschten Erfolg, was blieb, war den Wettkampf (auf Platz 4 und nur 18 Runden vor Ende) zu unterbrechen. Nach 8 Stunden Schlaf (konnte nicht wirklich schlafen) habe ich mich entschieden den Wettkampf aufzugeben. Aber wer mich kennt, weiss Aufgeben passt nicht zu mir. Also nach ein paar zögernden Schritten in der Unterkunft, ging es wieder auf die Piste. Nach zwei Runden marschieren, ging besser als erhofft, erwachte der Kampfgeist. Ein Spanier lag nur 1 Minute plus eine Runde in Reichweite. Da er nur eine Minute vor mir lag, konnte ich diesen sehen. Dem ging es anscheinend noch schlechter als mir.

Somit hatte ich wieder ein Ziel vor Augen. 3 Runden vor Schluss konnte ich den Spanier die Runde abnehmen, nun durfte er mich nur nicht mehr überholen.
Die letzten Runden wurden noch sehr lange, aber dem Spanier seine Runden ebenfalls, er kam nicht mehr an mir vorbei.

Glücklich im Ziel das Abenteuer durchgestanden zu haben, ärgerlich eine Spitzenplatzierung unter der Weltelite verpasst zu haben, sind meine Gedanken hin und her gerissen.
Meinem Team geht es übrigens genau so, sie quälen sich mit dem Gedanken, wo haben wir Fehler gemacht. Früher auf dem Velo wärmere Kleider anziehen ?? Wärmepflaster in der Nacht verwenden ?? zu wenig Elektrolyte ???

Positiv wir haben in Lensahn eine Rechnung offen. Falls die Gesundheit mitspielt und der Alterungsprozess nicht zu schnell fortstreitet heisst es:
Lensahn wir kommen wieder.

Die sportsüchtige und verrückte Familie Schiegg hat nun ein Wochen Zeit, sich in Tunesien zu erholen und das ein und andere Mal um die verpasste Chance zu Fachsimpeln

Gruss
René und Familie
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Was René in seiner Bescheidenheit nicht erwähnt. Er hat diese übermenschliche Herausforderung in 51:23:23 absolviert!

12.05.2009: Übermenschlich

Was ein Informatiker der Swiss Life so neben seinem Job vollbringt: René Schiegg plant das dreifache Triathlon unter 40 Stunden zu Ende zu bringen.

Veranstaltungsort Lensahn / Schleswig-Holstein
Schwimmen 11,4 km in einem 50 m Schwimmbecken (228 Bahnen).
Fahrrad 540 km 67 Runden
Laufen 126,6 km Rundweg in Lensahn (Schützenplatz) 1,32 km x 96 Runden
Zeitlimit 58 Stunden
Teilnahme-bedingungen Die Athleten müssen mindestens eine abgeschlossene Teilnahme an einem Ironman Triathlon 2008 oder 2009 vorweisen können.

Startgeld bis 15.03.2009 = 300,- €

Einige Mitglieder unseres Vereins würden den Anlass auch problemlos absolvieren, wäre das Startgeld nicht so hoch...

14.04.2009: Martin Wagen

Martin [10 KB] ist wieder unterwegs. Wenn jemand ihn begleiten möchte: Es sind nur ein bis zwei Marathons pro Tag, und das nur zwei Monate lang (TÄGLICH!!!) zu absolvieren. Wo 66 Läufer/innen Platz haben, findet ein 67. auch Platz.

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